Frühe alemannische Besiedlung

Der Ortsteil Wellendigen verfügt über 679 ha Gemarkungsfläche, davon etwa ein Drittel Waldgebiet. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1352 zurück; doch weisen Gräberfunde auf eine frühe alemannische Besiedlung des Ehrenbachtales und seiner Anhöhen hin.

Der Ort wurde 1352 „Welelingen“,1360 „Wäleligen“ 1506 „Welladingen am Vorwaldt geschrieben. Der Ortsname wird gedeutet: „Bei den Angeörigen des Wahilo oder Walhilo".

Durch Verkauf gelangte der Ort an die Grafen von Lupfen, dann an die Herren von Mörsperg und 1609 an das Kloster St. Blasien. Wellendingen, das damals zu den „fünf Flecken“ um Bonndorf zählte, wurde 1806 eine selbständige badische Gemeinde und schloss sich erst anlässlich der Gemeindeform 1972 freiwillig an die Stadt Bonndorf an.


Wappen

In halb geteiltem und gespaltenem Schild vorne oben von Blau und Silber geteilt, unten neunfach von Rot und Silber geschacht, hinten ein steigender silberner Hirsch.

Gräfin Elisabeth von Werdenberg, Witwe des Johann von Rechberg, verkaufte 1460 den Ort mit der übrigen Herrschaft Bonndorf an den Grafen Johann Hans von Lupfen. 1582 erlosch das Geschlecht derer von Lupfen. Nach langen Erbstreitigkeiten kam der Besitz an Peter von Mörsberg (das Geschlecht stammt vom elsässischen Morimont). Dessen Sohn veräußerte ihn 1609 an das Kloster St. Blasien.

Dieses Werden und Vergehen bringt das 1903 vom Generallandesarchiv entworfene Wappen sinnfällig zum Ausdruck. In der vorderen Hälfte oben ist das Stammwappen derer von Lupfen, unten das mörsbergische. Das Feld hinten zeigt den Hirsch St. Blasiens. Das Wappen wurde seit 1913 geführt.